Samstag, 8. Februar 2014

Burda 130-022013

Burda hat im vergangenen Jahr einige Hosenschnitte herausgebracht, die mich sehr angesprochen haben. Meine Vorlieben bei Hosen lassen sich dabei mit folgenden zwei Stichpunkten zusammenfassen:
  • weites Bein
  • hoher Bund
Immer wieder bleibe ich so bei Schlaghosen, Marlene-Hosen und Palazzo-Hosen hängen. Und es wird mir nicht langweilig, selbst wenn ich einen Schnitt mehrfach nähe. Burda 130-022013 habe ich nun allerdings das erste Mal genäht, obwohl ich den Schnitt schon mit Erscheinen der Zeitschrift fantastisch fand. Aber jedes Mal, wenn ich mir gerade nahezu sicher war, dass ich die Hose nun nähen werden, hielt mich der Gedanke dann doch zurück: Was wäre, wenn die Hose an mir scheußlich aussehen würde, da die Falten im vorderen Bereich eventuell ungünstig aufspringen und auftragen könnten? Nein, da gehe ich lieber auf Nummer sicher und nähe eine Hose mit unauffälliger, glatter Frontansicht. Zum Glück konnte ich vor einiger Zeit ein großes Reststück zu einem mehr obligatorisch veranschlagten, wirklich winzigen Preis, der aus einem Fehler im Gewebe resultierte, erstehen, so dass der finanzielle Verlust bei missglückendem Nähversuch nicht erwähnenswert gewesen wäre. Aber siehe da - hatte ich schon erwähnt, dass ich momentan mit Milde meine eigenen Nähwerke betrachte? -, die Hose gefällt mir in der frontalen Ansicht gut. Sie fällt locker über die Oberschenkel, der hohe Bund liegt eng, aber nicht beengend in Taillenhöhe an und der Saumumfang ist beeindruckend. Dabei ist die Hose schnell genäht und je nach vorhandenen Nähfertigkeiten stellt auch der nahtverdeckter Reißverschluss in der hinteren Mitte kein Problem dar.

Achtung, eine Stolperfalle hält das Schnittmuster allerdings aus meiner Sicht dennoch parat. Diese betrifft dabei weniger das Nähen an sich als vielmehr die Konstruktion des Schnittes. Als Bund sieht Burda nämlich einfach einen geraden Stoffstreifen vor. Das kann m.E. nicht funktionieren. Zumindest funktioniert es bei mir nicht. Ich bin nicht gerade und rechtwinklig gebaut, wie kann da ein gerade geschnittener Bund funktionieren? Da ist doch eine Abstehen des Bundes schon vorauszuahnen, oder? Das Burdamodell verdeckt den Bund mit einer Jacke, nicht sehr hilfreich an dieser Stelle um Rückschlüsse über die Passform zu erhalten. Ich habe es gar nicht erst auf einen Versuch ankommen lassen, sondern direkt einen Bund, der sich der Form nach rundet,  als Vorderteil im Stoffbruch und als Rückenteil zweimal - einmal für außen und einmal für innen - zugeschnitten. 

















Gibt es etwas, dass ich beim zweiten Mal anders machen würde? Ja. Ich habe im Vergleich zu den Burdamaßen einen wirklich kurzen Rücken. Da der Schnitt bis Taillenhöhe reicht, habe ich so im Rücken eine Stofffalte, nicht schön, aber zu verschmerzen. Obwohl ich schon 2,5 cm im Schnittmuster am oberen Rand weggeklappt habe, würde ich beim nächsten Mal noch gut 1-1,5 cm wegnehmen.

Kommentare:

  1. Die Hose sieht toll aus. Ich mag Marlene Hosen sehr - frage mich nur immer ob ich mit 1,6m nicht zu klein bin.
    Lg Mathilda

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  2. Coole Hose!
    das mit dem Bund sehe ich auch so, obwohl ich den Schnitt (noch) nicht gesehen habe.
    Sehr schön. Gestern war mir auch mal wieder nach "Hose", nachdem ich auf der Straße eine Frau in einer interessanten, wennzwar geräumigen Hose gesehen habe.
    Ich geh gleich mal gucken , ob ich den Schnitt auch habe ...
    viele Grüße

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  3. Sieht gut aus :)

    jodie30o.blogspot.com

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