Mittwoch, 4. Dezember 2013

Zuhause

Mein Kleid in Anlehung an Burda. Das Kleid ist eine Verwertung von Reststücken vergangener Nähprojekte und lehnt sich an einen simplen Schnitt für ein Top an, den ich mal aus einer Burda herauskopiert habe. Näheres kann ich aktuell nicht dazu sagen. Das Kleid ist bestimmt schon ein Jahr alt und ich habe es bislang nicht auf dem Blog in besonderer Weise präsentiert, da es eigentlich nicht mehr als ein Hängerchen ohne Ärmel ist, das ich gerne im Haus trage.

Und nun die Beschreibung, warum ich nicht nicht mehr zum Kleid schreibe und auch nicht zum Nähen komme:

Heute hätte ich endlich wieder nach langer Zeit einen Morgen gehabt, der ausschließlich mir zur Verfügung steht. Alle paar Wochen komme ich in den Genuss, diese freie Zeit für mich beanspruchen zu können. Dann habe ich durch konzentrierte Arbeit und Planungsgeschick mir die freie Zeit herausgearbeitet, so dass ich ohne schlechtes Gewissen, diese Zeit auch für mich genießen kann. Herrlich, so zwei bis drei Stunden ungestört und bei Tageslicht nähen zu können! Ja, heute morgen, nach meinem üblichen Rundweg an Schule und Kindergarten vorbei, freute ich mich auch schon gewaltig auf dieses Nähvergnügen, da mein Weihnachtskleid dringend auf einige zu schließende Nähte drängt, sofern ich das gute Stück unterm Weihnachtsbaum tragen möchte. Allerdings hatte ich kaum die Abnäher im Futter gesteckt und die Nähmaschine angeschaltet, da beendete ein Telefonanruf aus der Schule - wird bei mir im Display angezeigt -  jäh mein Arbeiten. Mit Sicherheit können mir alle Mütter beipflichten, dass ein Anruf aus der Schule während des morgendlichen Unterrichts nichts Gutes verspricht. Meine mir durch den Kopf rasenden Gedanken an dieser Stelle in ungeordneter Reihenfolgen: Kind - schwer verletzt - Krankenhaus - Arme/Beine gebrochen - Zähne beim Sport ausgeschlagen - Treppe heruntergefallen - Gehirnerschütterung - Krankenwagen ..." Die Stimme der Klassenlehrerin riss mich zum Glück aus diesem Szenario heraus, indem sie mir mitteilte, dass mein Kind "lediglich" an Erbrechen leide und nun kreidebleich auf dem Klassensofa liege. Kurzes Durchatmen meinerseits verbunden mit der Nachfrage: "Nur Erbrechen und wirklich nichts Schlimmeres?" Gefolgt von der Zusicherung: "Ich bin in fünf Minunten da." Und dann noch schnell hinterhergeschoben: "Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten (Anmerkung: Meist sind es ja die Lehrer und die Erzieher, die das Erbrochene der Kinder ohne Zögern entfernen.), aber heute morgen erschien das Kind noch ganz gesund und hat auch nicht über Beschwerden oder Unwohlsein geklagt." Das letztgesagte ist mir wichtig; es ist nicht so, dass ich meine Kinder permant zu Hause halte, nein, im Gegenteil, meine Kinder sind bemerkenswert gesund und von robuster Natur, aber ein Kind wissentlich bereits krank in Kindergarten oder Schule zu schicken, halte ich für ein Unding und unverantwortlich Erziehern, Lehrern und den anderen Kindern gegenüber.

Kommentare:

  1. Uh, da pflichte ich dir bei: Anrufe aus der Schule verheißen nichts Gutes. Ich habe auch so "robuste" Kinder, musste aber auch schon wenige Male hin, um sie abzuholen. Besonders schade, wenn man gerade einen wunderschönen Vormittag geplant hat.
    Hoffentlich hast du bald wieder Gelegenheit!
    lG, NuF

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  2. Hoffentlich geht es deinem Kind wieder gut. Meines liegt auch gerade mit Wärmflasche im Bett.
    lieber Gruß
    Elke

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  3. Oh, da hilft alles nichts, und dann muss man halt auf das nächste Zeitfenster hoffen. Lieber "nur" wegen so etwas der gefürchtete Anruf.

    Gute Besserung für das Kind, ist wohl gerade die Jahreszeit für so was. (Kein Trost). An die putzenden Lehrer(-innen, an der Grundschule, i.d.R.) musste ich kürzlich auch denken, als sich die Tischnachbarin meiner Tochter sehr großflächig im Klassenzimmer übergeben hat. Oje.

    LG frifris

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  4. Zuhause soll man erst recht schöne Wohlfühlsachen tragen, mir gefällt Dein Hängerchen! Gute Besserung für das Kind!

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