Mittwoch, 6. November 2013

Burda #126/10-2013

Heute: Text, Bilder in schlechter Qualität, ein ungeputzter Spiegel und eine neue Hose.


In meinem beruflichen Alltag trage ich gerne Hosen. Gerne auch Jeans. Sitzen, stehen, gehen, auch mal auf dem Boden hocken - alles ist möglich und wenn die Hose hoch genug geschnitten ist, gewähre ich auch keine ungewollten Einblicke. Seit Jahren kaufe ich immer wieder dasselbe Jeanshosenmodell, denn das passt und ich erspare mir das für mich furchtbare "In-Jeanshosen-Gequetsche" in engen Umkleidekabinen, welches nur noch an Grauen dadurch gesteigert werden kann, dass ich diese Prozedur mit ein oder sogar zwei Kindern im Schlepptau absolviere. Beim Nähen von Hosen - auch aus Jeansstoff - geht es dagegen gemächlicher zu. In aller Ruhe kann ich zumeist abends die einzelnen erforderlichen Arbeitsschritte absolvieren ohne in eine enge Kabine gepfercht zu sein. Nicht immer sind diese Nähanstrengungen vom erhofften Erfolg gekrönt, aber nervenschonender sind sie allemal. 


Die aktuell von mir genähte Hose (Burda #126/10-2013) ist zum
größten Teil in eben jenen Abendstunden entstanden und mithilfe tatkräftiger Unterstützung des Nähtreffs (off topic: Liebe Grüße an euch!) auf die passende Länge abgesteckt worden. Dabei ist natürlich auch der Sitz der Hose gesprochen worden. Fasse ich das Gespräch in seinem Ergebnis zusammen, ist die Hose für gut befunden worden. Jedoch lohnt sich über das Gesprächsergebnis hinaus auch der Hinweis auf prägnante Gesprächspunkte. Diese beleuchteten zum einen die Frage "Formt die Hose eine ansehliche Rückseite?". Hier wurde die Hose an mir sehr günstig beurteilt. (Ich Glückspilz!) Zum anderen wurde aber auch die Frage erörtert, ob die Hose meine Oberschenkel unverhältnismäßig breit und massig erscheinen lassen würde. Die Antwort hierauf ist ein entschiedenes Jein. Sofern ich die Hose ohne Schuhe mit Absatz trage verkürzt das weite Bein der Hose meine Beine und meine Oberschenkel erscheinen breit und massig. Trage ich die Hose mit Absätzen relativiert sich das Verhältnis von Länge und Breite optisch zu meinen Gunsten. Glücklicherweise erfordert meine Arbeit das Tragen von Schuhen und die Wahl der Absatzhöhe ist nicht vorgeschrieben, so dass ich diese Hose dann auch zukünftig außer Haus tragen kann.

Wer bis zur dieser Stelle bereits Zeit hatte, meine Tragebilder mit dem Schnittmodell zu vergleichen, hat festgestellt, dass ich den Sitz des Reißverschlusses geändert habe. Statt eines auf einer Seite verdeckten Hosenreißverschlusses in der vorderen Mitte habe ich einen nahtverdeckten Reißverschluss in die hintere Mitte genäht. Ich finde es für mich schöner, wenn ich die Partie zwischen Taille und Hüfte schlicht und einheitlich halte. 

Kommentare:

  1. Gefällt mir gut. Die Kombination von Eingreiftaschen mit dem weiten Bein mag ich sehr gerne. Ich finde es schwierig Hosenschnitte zu finden, die das richtige Maß an Weite im Bein haben. Das finde ich hier sehr gelungen. Und die Idee mit dem nahtverdeckten Reißverschluss hinten ist sehr bestechend. An die Konstruktion mit verdecktem vorne traue ich mich nicht ran.
    LG,
    Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Gefällt mir sehr gut deine Hose ! Ich habe mir diese Ausgabe der Burda auch gekauft und könnte sie fast von vorne bis hinten durchnähen...
    Allerdings traue ich mir glaub ich nicht zu einen Reissverschluss in einem Schnitt zu verlegen. Vielleicht erst mal so wie vorgeschrieben nähen...
    Wenn ich mir dein Modell so anschaue werden es sowieso mehrere Modelle !
    liebe Grüße
    Ute

    AntwortenLöschen
  3. Ich mag diesen Hosenschnitt gern. Und er sieht so aus, als ob die Hosenbeine etwas weiter geschnitten sind und nicht als ob das Model dicke Oberschenkel hätte!!! Selbst bei dürren Frauen mit bulemisch rückgebildeter Muskulatur sähe die Hose genau so aus, also keine Sorgen... (Wenn diese Hose spack säße, dann könnte man vielleicht ins Grübeln geraten, ob die Beine "breit und massig" wären. Also Vorsicht beim Weihnachtsstollen *grins*)

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...