Freitag, 10. Mai 2013

Burda #106/4-2013

Da ich gerne und viel Hosen trage, stellt sich bei mir zwangsläufig die Frage nach passenden Oberteilen. Meine erste Wahl sind dabei meist Shirts, T-Shirts und Tops in Kombination mit Wolljäckchen, Boleros oder Wickeloberteilen. Ich mag diese Kleidungsstücke, da sie mir auf unkomplizierte Art ermöglichen, nach meinem Geschmack gekleidet zu sein: einfach reinschlüpfen oder überwerfen und fertig. 

Genau diese Vorzüge erhoffe ich mir auch von Burda #106/4-2013; ein einfacher Schnitt, den Burda selbst mir leicht klassifiziert und als Blusenshirt beschreibt. 



Meine Schnittbesprechung:

Der Schnitt als solcher ist wirklich einfach zu nähen, aber die Fältchen am vorderen Halsausschnitt werten den geraden, kastigen Schnitt mit den angeschnittenen Ärmeln auf. Unsicher bin ich mir, ob dieser Schnitt für alle Figurtypen kleidsam sein kann. Ich selbst werde das Blusenshirt tragen, jedoch nicht ohne Gürtel, der die Taille definiert, da ansonsten mein Oberkörper durch die angeschnittenen Ärmel und die gerade Schnittführung in der Taille mehr optisches Volumen erhält als da ist und damit bei mir die Proportionen ins Ungleichgewicht geraten würden.

Relevant ist für mich bei einem Schnitt auch immer die Frage, ob erst viele Änderungen nötig waren, um zum Ergebnis zu kommen. In dieser Hinsicht hat sich dieser Burda-Schnitt für mich als unproblematisch erwiesen. Die Größe habe ich entsprechend der Maßtabelle ermittelt und zugeschnitten. Um es konkret zu machen, ich habe diesmal die Größe 40 gewählt. Es passt, wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass eine 38 auch passend wäre, da der Schnitt großzügig ausfällt und insbesondere die Schultern durch die angeschnittenen Ärmel ausladen sind. 

Verschweigen sollte ich aber nicht, dass ich auch an diesem Schnitt eine Änderung in der rückwärtigen Länge vorgenommen habe. Eine nachvollziehbare Anleitung zu diesem Arbeitsschritt bietet der Burda Workshop "Ausgeprägtes Hohlkreuz"

Als letztes möchte ich noch ein paar Worte zu den Schnittteilen schreiben. Insgesamt besteht der Schnitt aus vier Schnittteilen: Vorder- und Rückenteil sowie die passenden Belege zum Versäubern des Halsausschnittes. Ich habe mich auf das Vorder- und Rückenteil beschränkt und das ganze Shirt komplett gedoppelt. Da der Oberstoff aus dünnem, durchsichtigen Chiffon besteht, fand ich es für die Arbeit sinnvoll, das Shirt blickdicht zu machen und habe daher zum Doppeln einfachen unifarbenen Jersey gewählt.




Kommentare:

  1. Ah, das klingt nach einem Oberteilschnitt für mich. Da ich gerade am Sammeln bin, gucke ich mir den gleich mal genauer an.
    Danke für die Besprechung.

    Mir gefällt's an dir!

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  2. Das sieht super aus an Dir!

    An welchen Stellen hast Du die beiden Shirts denn mit einander verbunden? Und klappt das gut mit dem Jersey, kannst Du das empfehlen? Ich würde mich auch gerne an dem Shirt versuchen und hab hier auch einen durchsichtigen Stoff liegen.

    LG, Tanja

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  3. @ Tanja
    Zunächst habe ich zwei Shirts genäht, die ich dann an Halsausschnitt, Armausschnitt und Saum miteinander verbunden habe. Zum Wenden habe ich im inneren Shirt in der Seitennaht eine Wendeöffnung gelassen, die ich abschließend einfach zugenäht habe. Einen dehnbaren Stoff mit einem nicht dehnbaren zu verbinden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Genaues Arbeiten und ordentliches Stecken hilft bei der Umsetzung.

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  4. Den Schnitt habe ich auch mal versucht. Mir ist der Ausschnitt allerdings ein bißchen zu weit geraten, so dass ich mich darin nicht richtig wohl fühle. Dein Oberteil gefällt mir aber sehr.
    Danke für den Link zu den Hohlkreuzanpassungen!

    Liebe Grüße,
    Mond

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