Freitag, 26. April 2013

Burda #101/07-2007

Ich glaube, ich habe noch nie aus einem Burdaheft die Nummer 101 genäht. Andere Nummern - wohlgemerkt aus verschiedenen Heften -  habe ich schon mehrfach genäht, aber 101 habe ich noch nie genäht. Komisch, jetzt wo ich so darüber nachdenke, frage ich mich tatsächlich, warum Burda immer mit Nummern im dreistelligen Bereich nummeriert? Das ist jetzt die Stelle, an der ich leicht vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen würde. 

Bevor ich abschweife, bremse ich mich lieber und komme zurück zur Nummer 101 aus dem Jahr 2007. Die kurze Geschichte, die sich für mich persönlich hinter dem Schnittmuster verbirgt, ist schnell erzählt. Bereits 2007 hat mich das Schnittmuster angesprochen: der neckische Ausschnitt spielt dabei nach wie vor die entscheidende Rolle. Aber kaum hatte ich das Schnittmuster abgepaust, erfuhr ich, dass ich mit K2 schwanger war. Und irgendwie bin ich in dieser Schwangerschaft im Körperumfang nahezu explodiert. Kaum war ich mir selbst bewusst, dass ich schwanger war, wurde ich allenthalben darauf angesprochen, dass es nun doch nicht mehr lange dauern würde, bis ich das Kind in den Armen halten würde. Da hatte ich keine Lust mehr auf Kleidung nähen. Zumindest habe ich es eingestellt, Kleidung für mich zu nähen und habe stattdessen den Kleiderschrank von K1 gefüllt. So habe ich das Schnittmuster einfach weggepackt, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das stimmt auch, aber das Aufschieben kann schon lange dauern. Bald feiern wir den fünften Geburtstag, zu dem ich jetzt auch eine neue Bluse tragen kann. 

Als Abspann eine kurze Schnittbesprechung:

Schnittmuster:          
Burda #101/07-2007

Schwierigkeitsgrad:      
leicht, aber zwei Arbeitsschritte erfordern Geduld oder exaktes Arbeiten (Wenden der Bindebänder, nähen des Kragens)

Schnittänderungen:       
Anpassungen an mein Hohlkreuz; in Taillenhöhe habe ich von der Mitte bis zur Seitennaht spitz zulaufend 3,5 cm weggenommen. 

Gefalle ich mir?         
Vorne hui, hinten "so lala". Ehrlich, der Ausschnitt ist schon der Hingucker und zu gucken gibt es viel, sofern ich nicht ein Top drunter ziehe; also trage ich die Bluse mit Top. Die Rückansicht gefällt mir weniger. Dies liegt am Schnittmuster. Das untere Rückenteil wird gekräuselt an die Passe genäht und bauscht dementsprechend; das "zaubert" ganz von alleine Fülle wo keine ist.

Kommentare:

  1. Hallo Frau Neu!
    Dieser Schnitt hat mich auch sofort begeistert, überhaupt habe ich aus dem Heft schon einiges genäht, aber ich muss dir in allem zustimmen:
    Ich trage die Bluse nie ohne Top,der Rücken ist total aufgebauscht, obwohl ich einen sehr dünnen Stoff verwendet habe(fast durchsichtig-auch ein Grund warum es ohne Top nicht geht)
    Nachdem ich deine Bluse gesehen habe überlege ich tatsächlich(mit einigen Änderungen) dieser Bluse noch eine Chance zu geben.
    Vielen dank für dein Post!
    Viele Grüße,
    Alex

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  2. also das musste ich doch gleich mal anklicken...hab mit dem Schnitt auch schon oft geliebäugelt. Schön ist deine Bluse geworden! Den Ausschnitt finde ich auch toll, hab mich schon gefragt ob ich das 2-3 cm höher zuschneide, oder eben unten verlänger u lange Tunika für den Strand mache.... hm...
    Sieht auf jeden Fall toll aus!

    LG

    Simone

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  3. Der Ausspruch "Was lange dauert, wird gut." hat sich damit ja wohl bestätigt. :-)
    Schön sieht deine Bluse aus.
    Liebe Grüße von Heike

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