Samstag, 5. Januar 2013

Der sichtbar eingesetzte Reißverschluss ... diesmal nur sichtbar ohne Reißverschluss

Ich möchte euch alle ganz herzlich im neuen Jahr hier auf meinem Blog begrüßen. Während viele von euch bereits wieder fleißig nähen, bloggen und kommentieren, habe ich das neue Jahr erst einmal mit arbeitsfreien Tagen ganz ruhig auf mich wirken lassen. Vielleicht wird 2013 ja mein Jahr, vielleicht?!

Auch dich 2013 möchte ich nun willkommen heißen. Siehst du, dass ich große Hoffnungen (und Erwartungen) in dich setze? Sei's drum, wir werden sehen, was du bringst.

2013, nun bist du da und auch ich starte jetzt wieder. Und übrigens 2013, du hast mich nicht verwirrt, auch wenn man dies aus der Überschrift möglicherweise deuten könnte. Nein, 2013 du wirst anders als deine Vorgänger. Habe ich doch bislang meist Ergebnisse im Blog präsentiert, möchte ich nun auch meine Arbeitsschritte zeigen. Ich hoffe 2013, dass es für dich in Ordnung ist, wenn du so aus der Reihe deiner Vorgänger ausscherst und wirklich Neues bringst.

Nun denn: Der sichtbare eingesetzte Reißverschluss ... diesmal nur sichtbar ohne Reißverschluss. Ein komischer Titel, der dennoch genau das beschreibt, was gemeint ist. Doch am besten ist, ich beginne am Anfang: 

Schnittmuster # 23, Ottobre 6/2008, eine Bluse für K1, Stoffverbrauch ca. 70 cm, Gr. 128. 

Das Schnittteil für den Rücken soll laut Original mit Mittelnaht zugeschnitten und genäht werden, damit im oberen Abschnitt ein Schlitz offen stehen bleiben kann. Eine Kinderbluse mit rückwärtiger Mittelnaht finde ich nicht so schick, d.h. da ich die vorgeschlagene Anleitung nicht befolge werde, muss ich mir also demzufolge selbst eine Alternative überlegen: Und da kommt der sichtbar eingesetzte Reißverschluss ins Spiel; selbstverständlich ohne Reißverschluss, denn den möchte ich wiederum nicht, aber die ganze Verarbeitungsweise vorher schon.

Wie geht denn das? 
  1. Ich schneide das Rückenteil im Stoffbruch zu und markiere den Schlitz, den ich ja benötige, indem ich ihn mit einem Heftfaden durchschlage.
  2. Ich schneide einen Besatzstreifen zu, mit dem ich den Schlitz verstürzen werden, und stecke ihn rechts auf rechts über die Schlitzmarkierung. Würde ich einen Reißverschluss einnähen, würde ich den Besatzstreifen vorher versäubern; hier versäubere ich nichts, ich nähe ja auch keinen Reißverschluss ein.
  3. Jetzt umsteppe ich schmal die Schlitzmarkierung.
  4. Dann schneide ich zwischen den Stepplinien ein. Die Ecken kommen beim Wenden gut heraus, wenn ich am Schlitzende schräg zu den Ecken einschneide. 
  5. Fast geschafft: Besatz nach links umschlagen, die Kanten bügeln. Nun ist der Besatz ja immer noch unversäubert: das geht so natürlich nicht. Also lege ich die unversäuberten Kanten nun zwischen Stoff und Besatz und steppe von der Stoffseite her mit einem Zierstich ab. Da der dünne Stoff nun dreifach liegt, brauche ich kein Vlies unterzulegen. Passt doch prima für ein Kinderblüschen, oder?


1 Kommentar:

  1. Oh super, ich finde es hervorragend, wenn du auch ein wenig zu deiner Arbeitsweise schreibst. Du nähst so viel und vielfältig, ich gucke gern bei dir herein und habe mich schon manches Mal gefragt, wie du dieses oder jenes wohl gelöst hast.

    Außerdem hast du ein gutes Händchen für Burda-Schnitte - das finde ich sehr dankbar, weil immer Einzelschnitte bei anderen zu sehen die einen begeistern kann teuer werden (und Burda gibt es auch in der Bücherei).

    In diesem Sinne, auf ein produktives 2013 ;)
    frifris

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