Sonntag, 21. Oktober 2012

BurdaStyle 11-2012, Modell 104



Locker – lässig – Blouson-Effekt gesucht?
Wenn ja, könnt ihr zielstrebig zu Modell 104 aus der aktuellen Burda 11-2012 greifen. Anzupassen gibt es an diesem Schnitt aus meiner Sicht definitiv nichts, denn ich denke, die Vokabeln locker – lässig und Blouson-Effekt geben auf verbaler Ebene genau das wieder, was auch anhand der Schnittzeichnung und des Schnittes selbst zu erkennen ist.
Neudeutsch lässt sich der Schnitt wohl mit loose fit bezeichnen und ist eigentlich nicht so mein Ding. Aber erstaunlicherweise mag ich das Top. Ja, ich mag es tatsächlich gerade wegen dieses unaufregenden, locker sitzenden und eigentlich überlangen Schnittes. 


Ja, ich mag es. Ich bin überzeugte Jeansträgerin, ich möchte in meinem Alltag nicht auf Jeans verzichten. Gerne kombiniere ich dann aber eine gekaufte Jeans mit einem selbstgenähten Top oder Shirt. So auch hier. Ich mag es, wie das Top zu meiner dunklen Jeans passt: oben bauschig, unten figurnah. Okay, ich weiß, es ist nicht die Kombi für die anstehende Wintersaison, aber mit Ärmchen oder einer kurzen Jacke passt es vielleicht noch im „goldenen“ Oktober und dann wieder im kommenden Frühjahr.
So, das wäre der kleidsame Aspekt meiner Aussage, dass ich das Top mag. Aber es gibt darüber hinaus auch einen Aspekt, der meine momentane Motivation anbelangt. Ich merke, dass ich unmotiviert bin, begonnene Nähprojekte zu vollenden: hier fehlt ein Saum, dort ein Reißverschluss, einmal ist das Oberteil bereits genäht, aber das Unterteil noch nicht einmal abgepaust etc. Alles Kleinigkeiten, die mir aber aktuell im Weg stehen, fertig zu werden. Und ich finde diesen UFO-Berg erdrückend/bedrückend. So habe ich die letzten Tagen/Wochen immer nur Kleinigkeiten zustande gebracht und habe Vieles wieder unvollendet auf Seite gelegt. Zugleich bin ich aber sehr unruhig, denn ich nähe gerne, schaffe es dann aber nicht, mich konzentriert hinzusetzen. In diese antriebsarme Phase gehören nun nach meinem Dafürhalten schnell zu realisierende Projekte, die keinen Kummer bereiten, sondern direkt tragbar sind: Kinder-Shirts und Unterhemden ohne Schnick-Schnack entstehen deshalb hier gerade und ebenso einfache Oberteile für mich. Und wenn der Anspruch dann wieder nach mehr schreit, liegen ja hier noch UFOs rum bzw. ich habe sie zusammengelegt und in einer Schublade verstaut, damit ich unbeschwert die einfachen Schnitt nähen kann und mich freue, dass ich was geschafft bekomme.
Interessant finde ich, dass in der aktuellen Phase, ich bezeichne sie mal mit „Ich will und will auch wieder nicht“, Burda für mich wieder interessant wird. Ich präferiere keine Schnitte oder Nähzeitschriften, sondern nähe bzw. probiere gerne querbeet. Da ich aber nun gezielt nach überschaubaren Schnitten (d.h. für mich auch wenige Schnittteilen) Ausschau halte, finde ich die letzten BurdaStyle Ausgaben ansprechend. Gerade auch die November-Ausgabe, die im Forum Hobbyschneiderin eher negativ diskutiert wird, spricht mich an. Für meine aktuelle Befindlichkeit registriere ich sogar einen richtigen Motivationsschub. Siehe dieser Post: Die Zeitschrift habe ich vor zwei Tagen gekauft und schon ein Teil fertig genäht! Für mich momentan gut. Aber ich möchte jetzt keine weiteren Ankündigungen machen, was oder wie viel ich jetzt gedenke zu nähen: Leistungsdruck vermeiden heißt das Stichwort. Nähen ist mein Hobby und ein Hobby kann man mehr oder weniger intensiv ausüben.

1 Kommentar:

  1. Mach wonach dir ist, dann wird es auch gut, wie man sieht. Der Spass soll im Vordergrund stehen, keine Leistung. In diesem Sinne, bis demnächst mal wieder. Lg Heike

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