Freitag, 1. April 2011

Unvermeidlicher (?) Fehler

Ärgerlich, ärgerlich! Gerade kurz vor der Fertigstellung meines neuen Shirts passiert mir ein solch bl... Fehler! Im Nachhinein betrachtet wirklich stümperhaft und darum gepostet, um andere vor solch einem dummen Fehler zu warnen. 

Nun werde ich aber die ganze Angelegenheit der Reihe nach geordnet von vorne beginnend erzählen. Vorausgeschickend sei noch erwähnt, dass ich natürlich gerne meine neuen Werke präsentiere (ansonsten würde ich wahrscheinlich nicht bloggen). Von dieser Prämisse aus startend habe ich heute damit begonnen, ein Shirt für mich zu nähen. Selbstverständlich sollte es nicht nur im Blog vorgestellt, sondern auch bereits morgen zum angekündigten warmen Wetter getragen werden, daher habe ich heute einen Nähtag eingelegt, um auch rechtzeitig fertig zu werden. Der Schnitt stammt aus einer älteren Burda-Zeitschrift, Modell 107, 8/2007. Vorder- und Rückenteil inklusive Besatz waren schnell und ohne Komplikationen genäht, sogar die Ärmel mussten nur einmal rausgetrennt werden, um die Schulternaht bis zum Ärmel ein wenig zu verkürzen. Alles prima - nur das Säumen musste noch erledigt werden! Also, schnell noch mal anprobiert und geschaut, wie kurz es denn sein darf. Und von da an lief es richtig schief. 

War der Ausschnitt auch vorher schon so riesig? Konnte man auch vorher schon ohne große Mühen bis zum Bauchnabel schauen? Mein Wunderbar-Shirt hatte sich in einen "wunderbar" billig aussehenden Fummel verwandelt. Am meisten störte mich tatsächlich jedoch der Umstand, dass sich beim unvermeidlichen Zurechtziehen des Vorderteils (um dem übermächtigen Dekolleté die Freizügigkeit zu nehmen) ständig der Besatz nach außen stülpte. "Okay, dagegen ist ein Kraut gewachsen!" (dachte ich jedenfalls - bl... Fehler! siehe oben). Sonderlich viel gedacht haben kann ich in diesem Moment nicht, sonst wäre mir das nachfolgende Ergebnis (und dieser Post) erspart geblieben. Für alle, die jetzt noch weiterlesen: Ich habe das Shirt genommen, unter die Maschine gelegt und von rechts mit einem möglichst breiten Zierstich - 7 mm - abgesteppt. Fehler! Jetzt stülpt sich zwar der Besatz nicht mehr nach außen, dafür ist der ehemals anschmiegsame Ausschnitt nun bretthart und steht in unregelmäßiger Wellenlinie ab. Der Ausschnitt ist nach wie vor unverändert riesig, gewährt sogar noch ungehindertere Einblicke, denn auch über der Brust steht der Ausschnitt natürlich starr ab. Jetzt habe ich auch keine Lust mehr zu säumen. Vielleicht träume ich ja heute Nacht von einer genialen Korrektur dieses Fehlers, die nichts mit dem Nahttrenner zu tun hat.

So, nun für alle die sich das Shirt trotzdem anschauen möchten:

Kommentare:

  1. Sowas ist immer ärgerlich :-( Aber das wird dir nich nochmal passieren - wie wäre es, wenn du (ich weiss nicht ob sowas nen Namen hat,-)) ein Dreieck am Ausschnitt annähst? So als ob du noch ein Shirt drunter trägst?

    Vom Farbmix finde ich es echt klasse :-))

    Vielleicht kannst du es ja noch retten

    lg

    melly

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  2. Hm. Ich schneide bei zu großen Ausschnitten gern noch einen weiteren Jerseystreifen zu, zum Ring schließen, in Deinem Fall dann mit der Ovi versäubern und gedehnt an den Auschnitt heften. Entweder Du nähst ihn dann "unsichtbar" an, oder sichtbar wie beim Lagenshirt.

    Oder Du bündelst einen Chiffonschal und fixierst ihn mit ein paar Stichen am Ausschnitt.

    Oder Du ziehst morgen noch mal eine Strickjacke drüber ;-)

    Oder: Kauf Dir wie ich eine Perücke, dann ist es egal, was Du trägst!

    Konnte ich Dich wenigstens erheitern?

    Winke, winke,

    Caterina

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  3. Uhi, das ist wirklich ärgerlich :(
    Ich drück die Daumen das dir noch was gutes einfällt...
    Die Idee mit dem Dreieck am Ausschnitt klingt eigentlich gut....

    liebst
    die Sabrina

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  4. Also, ich hab so einige shirts mit solchen welligen Ausschnitten. Offensichtlich vergess ich immer wieder sofort, das ich was Blödes gemacht habe. Was auch sein Gutes hat, denn sonst würde ich vielleicht gar nix mehr nähen?

    Im übrigen tendiere ich zur Perücke :-)

    Herzliche Grüße,
    rebecca, die Dich wunderbar versteht.

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  5. Oh, wie ärgerlich...! Ich neige bei solchen Pannen auch kurz zum Verzweifeln. Danach wirds entweder ganz schnell über neuen Projekten vergessen oder ne Lösung gefunden ;o).. Leider habe ich keine Lösung für dich parat.. Nur den Rat dich nicht zu lange zu ärgern ;o)!
    Liebe Grüße
    Sylvia

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