Sonntag, 27. Februar 2011

Ordnung ist das halbe Leben ...

... aber wenn kein Platz mehr da ist für all die Sachen, die ordentlich abgelegt werden wollen, dann muss die Schere ran. Ich weiß, dass ist jetzt noch sehr unverständlich ausgedrückt, daher möchte ich mich ein wenig näher erklären. Ich habe das Wochenende unter anderem auch dazu genutzt, die zu klein gewordene Kinderkleidung - mal wieder - zu sortieren. 

1. Stapel: direkt in die Tonne, da mittlerweile durch Kleberreste, nicht mehr herauswaschbare Flecken, (Riesen-)Löcher etc. absolut unansehnlich.

2. Stapel: zu klein, noch gut, aber nicht so recht gern gehabt und ohne nennenswerten Erinnerungswert, daher ordentlich in Karton verpackt und bereitgestellt, um die nächsten Tage zur Kindernothilfe gebracht zu werden.

3. Stapel: zu klein, noch gut, mit Erinnerungswert. 
Das ist der entscheidende Stapel! Normalerweise packe ich den in einen Kleiderschrank im Keller. Da lagere ich seit die Kinder auf der Welt sind "Lieblingskleidungsstücke", die an ein markantes Ereignis/eine bestimmte Lebensphase in der Familienchronik erinnern. Nun hat sich im Laufe der Zeit - wie soll es auch anders sein - eine Menge an textilen Stücken angesammelt, von denen ich mich nicht trennen kann und will, die aber auch nie mehr zum Einsatz kommen, da die Kinder nun einmal wachsen. Dieses Wochenende habe ich mich dann zu einer Entscheidung durchgerungen. Ausgehend von der Feststellung, dass die Kleidung niemandem nützt, wenn sie ungetragen im Schrank lagert, habe ich zur Schere gegriffen und angefangen, zunächst noch zögerlich, dann immer beherzter, die Shirts der vergangenen Tage/Jahre in Rechtecke zu zerschneiden. Stück für Stück ging ein Erinnerungsstück durch meine Hände und Bilder von vergangenen Familienfesten, Urlauben u.ä. zogen - wie sagt man so schön - an meinem geistigen Auge vorbei. 
 
Neben dem Schwelgen in Erinnerungen hat das Ganze jetzt auch einen auf den Nutzen hin gerichteten Aspekt. Wie gesagt, im Schrank liegend nützt die Kleidung niemandem, aber als zusammengesetztes "Flickwerk", so  hoffe ich jedenfalls, dient sie bald der Familie als kuschelige Decke. Bislang habe ich 96 Rechtecke mit der Schere zugeschnitten. (Jetzt weiß ich, warum zur Patchworkausstattung unbedingt ein Rollschneider dazugehört!) Diese Rechtecke habe ich nach dem Zufallsprinzip in zwölf Bahnen zusammengenäht. 

Jetzt muss ich die Nahtzugaben auseinanderbügeln und überstehende Fäden abschneiden. Das ist aber eine Arbeit, die ich auf morgen vertagen werde. Für heute ist Schluss. Jetzt heißt es nur noch aufräumen.

Kommentare:

  1. Das ist ja eine tolle Idee! Ich sammle genau solche Kleidungsstücke ebenfalls im Keller. Das Affenshirt ist übrigens auch dabei ;o).
    Liebe Grüße
    Sylvia

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  2. Da hast du dir ja was vorgenommen. Wird bestimmt klasse und dann hat die ganze Familie eine Erinnerung für die Ewigkeit. Bin schon gespannt...!
    Liebe Grüße Yvonne

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  3. Das ist ja mal keine schlechte Idee! Bei uns reichts da zwar noch nicht mal zur Babydecke aber in ein paar Jahren sieht das vielleicht schon anders aus.

    LG Shiva

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  4. das ist doch eine super idee!!! weiterhin viel spaß dabei! lg, kirsten

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  5. Das ist ja eine schöne Idee! Total romantisch!!
    Liebe Grüße und viel Spass mit der Familiendecke!
    Yvonne

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  6. Oh toll!! Eine erinnerungsträchtige Familiendecke. Das ist eine äußerst angemessene Weiterverwertung - und wenns mal langweilig wird, könnt ihr über eure Lieblingsstückchen auf der Decke quatschen. Schön!

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