Donnerstag, 25. November 2010

Alles wieder im grünen Bereich!

Gerne hätte ich euch an dieser Stelle ein neues Nähwerk gezeigt. Aber gestern hat mir mein braves Maschinchen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eigentlich, wenn ich es genau nehmen, hat sie nur noch ungewohnt häßliche Nähte produziert. Ober- und Unterfaden haben sich nicht mehr - wie es sein sollte - ordentlich in der Stoffmitte verschlungen, sondern ständig wurde der Unterfaden nach oben gezogen. Die Nahtunterseite sah viel besser aus als die Oberseite. "Liegt halt an der Fadenspannung!", hab' ich messerscharf geschlussfolgert. Und an dieser Stelle begann der Wahnsinn!

Mutig begann ich am Einstellrädchen der Oberfadenspannung herumzudrehen. Das mache ich sonst nur, wenn ich Knopflöcher nähe, und dann lockere ich die Spannung auch nur in einen gekennzeichneten Bereich für das Nähen von Knopflöchern. Eine halbwegs ordentliche Einstellung für die Fadenspannung war nach einigem Rumprobieren und etlichen Probeläppchen gefunden. Die Betonung liegt hierbei auf halbwegs ordentlich, so richtig war ich nicht von dem Ergebnis überzeugt. Außerdem muss ich noch erwähnen, dass das Ergebnis nur für den Geradstich bei mittlerer Stichlänge zutreffend war. Als Zusammenfassung bleibt, der vorläufige Zwischenstand war mies. Denn wer näht nur mit Geradstich bei mittlerer Stichlänge? Ein überzeugender Zick-Zack-Stich war nicht zu bewerkstelligen, da konnte ich drehen wie ich wollte. Ständig wurde der Stoff zusammengezogen und der Unterfaden war auf der Oberseite sichtbar. Furchtbar sah das aus. 

An dieser Stelle stellte ich mir dann die Frage: Liegt es wirklich an der Fadenspannung? Da ich immer noch der Meinung war - hauptsächlich, weil ich mir nichts anderes vorstellen konnte -, dass die Fadenspannung an dem ganzen Ungeschick schuld war, musste ich mich dann Wohl oder Übel der Unterfadenspannung zuwenden. Das war leichter gesagt als getan. Wo stellt man bloß die Unterfadenspannung ein? Mein übersichtliches Handbuch zur Nähmaschine konnte mir dieses Geheimnis jedenfalls nicht lüften. Um irgendwo mal anzufangen, habe ich dann die Spulenkapsel zum ersten Mal in meinem Leben genauer inspiziert. Und siehe da, da befinden sich zwei Schrauben dran. 

Jetzt bin ich nicht so mutig und drehe einfach mal so irgendwo dran rum. Zunächst habe ich einige Recherchen im www betrieben. Dabei bin ich auf eine Seite gestoßen, die wie für mich persönlich geschrieben schien. Beim Durchlesen des Artikels erkannte ich all meine Nahtprobleme wieder und auch die Lösung wurde mir quasi auf einem Silbertablett serviert. Wer Interesse hat, kann sich den ansprechend geschriebenen Artikel hier ansehen. Um jetzt zum Schluss zu kommen. Die Ursache meines Problems lag an dem kleinen Schräubchen (links), das die Spannung reguliert, mit der der Unterfaden nach oben gezogen wird. Dieses war gelockert. Durch ein simples Festdrehen dieses Schräubchens näht meine Maschine nun wieder saubere Nähte.

Kommentare:

  1. Hallo Frau Neu ;-))
    das Problem mit der Spannung habe ich momentan auch. Da ist wohl bei meiner Maschine auch die Schraube locker ;-) Hier schonmal Danke für den tollen Link. Hab selber schon öfters über dieses Thema im Internet gesucht, aber nichts ausführliches gefunden. In meiner Ausbildung zur Schneiderin habe ich auch gelernt wo und wie man an der Spule drehen muss um die richtige Spannung hinzukriegen. Aber man kann ja die Industriemaschinen nicht mit Haushaltsmaschinen vergleichen, da hab ich doch Angst, dass ich etwas falsch mache. Komisch nur, dass es wirklich in keiner Anleitung etwas davon steht. Viele sagen man darf es nicht machen, sonst kann es passieren, dass man die Schraube verdreht und dann muss man eine neue besorgen und sie sind sooo teuer :-( Dann wünsche ich noch viel Spass mit denn perfekten Nähten ;-))) Und ich gehe die Schraube zuziehen ;-)
    Ach ja herzlich willkommen als neuer Leser bei mir im Blog :-D

    Liebe Grüße Natalie

    AntwortenLöschen
  2. Hi, siehste, das hätte ich dir sagen können ...... ;-). Dises verfluchte kleine Schräubchen hat mich nämlich auch schon ganz schön nerven gekostet.Schön, das bei dir jetzt alles wieder funktioniert.
    Bin auch froh mal eine Hobbynäherin aus dem gleichen Bundesland zu finden.Sonst wohnen ja alle in Richtung Küste, kommt mir jedenfalls so vor.Vielleicht wohnst du ja gleich um die Ecke.
    LG Corina

    AntwortenLöschen
  3. Solche kleine Schräubchen können einen wirklich den letzten Nerv rauben. Vorallem wenn das Problem im Nachhinein doch einfach zu lösen war ;-) Schön, dass du wieder fleißig weiter werkeln kannst. Ich bin schon neugirig auf die anderen Teilchen deiner to-do-Liste ;-),

    glg

    melly

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...