Montag, 14. April 2014

Ottobre 35-01-2007

Momentan steht bei uns die Inventur der Kleiderschränke an. Früher bin ich oft umgezogen, so dass sich diese Prozedur mit jedem Umzug quasi wie von selbst erledigt hat, aber seit ich nicht zuletzt wegen der Kinder "beständiger" geworden bin, überprüfe und aktualisiere ich in regelmäßigen Abständen den Inhalt der Kleiderschränke. Zum einen mag ich es, wenn ich auf einen Blick meine Sachen sehe. Zum anderen empfinde ich es als angenehm, wenn ich in meinem Kleiderschrank nur die Kleidungsstücke beherberge, die ich zu meinen aktuellen Favoriten zähle. Das heißt aber auch, dass ich radikal aussortiere. Ich "bunkere" nicht - auch nicht für den Fall der Fälle -, sondern ich sortiere konsequent aus. Für mich funktioniert das und ich habe noch nie irgendetwas vermisst. Nachdem ich die letzten Tage meinen Kleiderschrank überprüft und sortiert habe, befasse ich mich aktuell mit den Kleiderschränken der Kinder. Hier muss vieles ergänzt werden, insbesondere Langarmshirts, T-Shirts, Unterhemden und Unterhosen werden benötigt. Dementsprechend wird hier in nächster Zeit immer wieder über Kinderschnittmuster zu oben genannten Kleidungsstücken berichtet werden.

Beginnen möchte ich heute mit Ottobre 35-01/2007.


  • Mädchen-Shirt mit 3/4-Ärmel, leicht tailliert, etwas weiterer Halsausschnitt
  • Größenbereich: 122-170; genäht in Gr. 140
  • vier Schnittteile; Vorder-, Rückenteil, Ärmel, Halsstreifen
  • verwendete Materialien: Jersey, Bündchen, Rest Webband, Garn
  • verwendete Maschinen: Overlock und Covermaschine





  • persönliche Empfehlung zum Schnittmuster:
    Ich empfinde das Schnittmuster als einfach und schnell zu nähen. Aber ich würde empfehlen, das Schnittteil für den Halsstreifen nur als vage Orientierung zu nehmen. Ich habe mich beim Zuschnitt auf das Schnittteil verlassen und empfand das zugeschnittene Bündchen als sehr knapp bemessen, so dass ich beim Annähen desselben reichlich ziehen musste und sich der Halsausschnitt nun durch das sich zusammenziehende Bündchen wellt. Dies sieht man auch beim Modell (unter alle Modelle, 15), das in der Zeitschrift abgedruckt ist.




Mittwoch, 26. März 2014

Meine Nähmode 36-04/2013

"Was tragt ihr heute? Hose, Kleid, Rock? Regenmantel?" 
Diese Frage stellt Wiebke heute zum MMM
Meine stark verkürzte Antwort lautet:  
Mantel - ohne Regen - aus Meine Nähmode 36-04/2013

Ausführlicher wird's im Folgenden:



Seit einigen Wochen habe ich für mich beschlossen, dass ich genug - wahrscheinlich sogar mehr als genug - besitze, um vorerst weder neue Stoffe noch neue Schnitte kaufen zu müssen. Gut, das Vorhaben, nicht noch weitere Schnitte anzuhäufen, kann ich nicht so ganz einhalten, da ich ja die Burda im Abo habe, aber zumindestens widerstehe ich der Verführung - und sei sie auch noch so verlockend - Einzelschnitte zu erwerben. Und die Verlockung ist groß und liegt meist ja nur einen Mausklick entfernt. Aktuell bin ich ganz entzückt von diesem Frühlingsmantel. Aber ich bin eisern meinem Entschluss treu geblieben und habe statt das Schnittmuster zu kaufen meine tatsächlich vorhandenen Stapel an Schnittmusterheften durchgeblättert, bis ich einen Mantelschnitt gefunden habe, der nicht nur mit meinem Geschmack, sondern auch mit meinen Stoffvorräten kompatibel ist. Fündig geworden bin ich beim Schnittmusterheft Meine Nähmode 04/2013, Modell 36. Dieses Schnittmuster, das in Doppelgrößen im Schnittheft abgedruckt ist, basiert auf dem Einzelschnitt NewLook 6082. Meine Inspiration, der Frühlingsmantel, und meine Umsetzung des NewLook-Schnittes sind vom Schnitt her nicht deckungsgleich. Was also hat mich dazu bewogen, gerade den genähten Schnitt zu wählen? Hier schließt sich der Kreis und ich komme zum Anfang des Posts zurück, zu meinem Entschluss, genug zu besitzen, um die nächsten Nähprojekte zu realisieren. Die Schnittwahl musste sich in diesem Fall dem Diktat des tatsächlich bereits in meinem Besitz befindlichen Stoffmengen unterordnen. D.h. ganz pragmatisch konnte ich keinen Schnitt wählen, bei dem ich mehr als ca. 2,5 m Stoff benötigt hätte. In der Tat habe ich sogar bedeutend weniger Stoff für den Schnitt verwendet. Damit wäre ich bei einer kurzen Schnittbesprechung angelangt.

Meine Nähmode 36-042013 
Mantel in drei Doppelgrößen 34/36 - 38/40 - 42/44, genäht 38/40

Stoffverbrauch: 
Überraschend wenig: ca. 1,7 m.
Der Schnitt im Nähheft sieht kein Futter vor. Ich habe dennoch den Mantel (mit Ausnahme der Blende) mit Wirkfutter gedoppelt, damit er bequem über die Kleidung rutscht und auch von innen sauber gearbeitet aussieht. 

Passform: 
Ich scheine wie geschaffen für die Doppelgröße zu sein. Einzig anzumerken ist, dass im  unteren Rücken für mich zu viel Stoff ist. Hier hätte bei meinem ausgeprägten Hohlkreuz eine Anpassung sicherlich geholfen. Aber Hohlkreuz und nicht vorgenommene Anpassung gehen nicht zu Lasten des Schnittes. Also auch bei diesem Punkt von meiner Seite: Daumen hoch!

Schwierigkeiten:
Nein. Keine Abnäher, kein Reißverschluss, kein umständliches Einsetzen von Ärmeln (die Ärmel passen gut in den Armausschnitt und das bisschen Mehrweite lässt sich gut verteilen) ... nur gerade Nähte. Einfacher geht's für meine Begriffe nicht mehr. Oder vielleicht doch, wenn man sich den Stoff einfach so um den Körper schlingt. Dann sind gar keine Nähte mehr zu bewältigen und auch das Abpausen der Schnittteile (im Übrigen vier Stück) entfällt. 









Dienstag, 25. März 2014

Modifiziert: Burda 115-042014

In meinem letzten Post habe ich mein erstes Modell nach Burda 115-042014 vorgestellt. Jedoch bin ich in diesem Post die eindeutige Antwort schuldig geblieben, ob ich dieses Schnittmuster letztlich positiv oder negativ bespreche. Die Wahrheit ist,zu diesem Zeitpunkt wusste ich es selbst nicht so genau. Irgendwie funktionierte das Schnittmuster mit der getroffenen Stoffwahl (Webware, Baumwolle, nicht  elastisch) nicht so recht an mir. Im Laufe des Tages bzw. mit fortschreitender Tragedauer wurde mir immer klarer, dass ich das Schnittmuster gerne aus einem Stoff mit fließenderer Qualität umgesetzt hätte. Mit dieser prägnanten Erkenntnis bin ich dann zu meinem Stofflager gepilgert ... und - wenn wundert's - obwohl ich dort Meter über Meter lagere/horte, fand sich kein Stoff, den ich per se adäquat meinen Vorstellungen entsprechend befunden hätte. An dieser Stelle steht als Zusammenfassung der Ausgangslage  für die Modifikation von Burda 115-042014 nun Folgendes:
  • leichter Stoff in fließender Qualität gewünscht
  • nur Blusenstoff mit leichtem Stand vorhanden
Folgerung: 
Vorhandener Stoff soll dem Wunschzustand angenähert werden.
 
Wie? 
Fall des Stoffes verändern, indem das Schnittmuster im schrägen Fadenlauf zugeschnitten wird.
 
Ergebnis:
Prima! Ich habe alle Schnittteile (Ärmel, Vorder- und Rückenteile) im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, so dass der unelastische Baumwollstoff nun weicher und schöner fällt und minimal dehnbar ist.

Achtung:
Durch den Zuschnitt im schrägen Fadenlauf erhöht sich natürlich der Stoffverbrauch.

Mittwoch, 19. März 2014

Burda 115-042014

"Geradlinig ... Wie mit dem Lineal gezogen wirken die Kanten und Säume dieses edlen Shirts." (Burdastyle 4/2014, S. 39)

Würde ich heute wie zu Schulzeiten die allseits bekannten und ewig kursierenden Freundschaftsbücher ausfüllen, würde ich nach wie vor ins Grübeln geraten, was ich bei Rubriken wie Lieblingssong, -film, -band eintragen sollte, so dass es auch zwei Wochen später noch gültigen Aussagewert hat. Aber bei einer Rubrik, da bin ich mir heute sicher - nachdem ich, was ich zu Schulzeiten noch nicht tat, regelmäßig die Burda "lese" -, würde ich nicht mehr so zögern: Was ich einmal werden möchte. Ich weiß, dass der Berufswunsch Tierarzt bestand, später dann Sekretärin (ich musste oft im Büro meines Vaters warten und Frau F., die Sekretärin, hat mir so wichtige Aufgaben zugetraut wie die Post zu frankieren oder zu stempeln) und zum Ende meiner Schulzeit hätte ich gerne in Bibliotheken oder Archiven gearbeitet. Ja, hätte ich vor 20 Jahren schon die Burda gelesen, dann könnte ich mir gut vorstellen auch geantwortet zu haben: Mein Berufswunsch ist Texter bei Burda. 

Ich muss das Zitat an dieser Stelle nochmals einfügen - es ist einfach herrlich: "Geradlinig ... Wie mit dem Lineal gezogen wirken die Kanten und Säume dieses edlen Shirts." (Burdastyle 4/2014, S. 39)













Geradlinig - den Bruch im Textfluss geflissentlich ignorierend - leite ich damit zum Schnitt Burda 115-042014 über, der - wie wir ja aus dem Einzeiler erfahren - wie mit dem Lineal gezogen wirkt. Eine Aussage, die nicht untertreibt und die ich bestätigen kann. Am besten kommt diese Geradlinigkeit im Übrigen zum Ausdruck, wenn man denn auch geradlinig und frontal zur Kamera steht. Diese Geradlinigkeit kann aber nicht aus allen Perspektiven beleuchtet mit der Anatomie des weiblichen Körpers in Übereinstimmung gebracht werden. So lösen insbesondere in der Seitenansicht die weiblichen Rundungen die geraden Kanten auf. Den Hinweis, dass auch Bewegungen die Geradlinigkeit durchbrechen, spare ich mir.

Mehr Schnitte - geradlinig, kurvig, futuristisch, markant, ... - gibt's beim MMM zu bestaunen.

Dienstag, 18. März 2014

Marlin - Ottobre 7-06-2008

Obwohl bei mir zwei eigenen Kindern wohnen, kann ich mich nur noch wage daran erinnern wie "groß" Eltern die Größe 80 vorkommen kann, wenn man doch gerade erst vor einem Jahr mit Größe 50 gestartet ist. Die Vergleiche kommen mir bekannt vor, aber offensichtlich haben mich Gr. 110 und Gr. 140 die Dimensionen von Gr. 80 vergessen lassen. Zur Auffrischung der Abmessungen habe ich mich das vergangene Wochenende daran gesetzt, um für mein Patenkind eine Jacke für die Übergangszeit zu nähen.  





 

Ja, was soll ich sagen ... Größe 80 ist eben Größe 80. 
Ich bin der festen Überzeugung, dass in diesen kleinen Größen alles niedlich aussieht.










Mittwoch, 12. März 2014

Knipmode 3-10/2012

Da ich meinen ersten Rock nach Knipmode 3-102012 in den letzten Wochen oft getragen und mich dabei stets gut gekleidet gefüllt habe, ist dieser Schnitt für mich schon nach kurzen Zeit ein Basisteil meiner derzeitigen Garderobe geworden. Dies kommt sicherlich auch daher, dass der Rock in der ersten Version aus einem neutralen Anzugstoff genäht worden ist, der zu vielen meiner Oberteile passt. Die zweite Version des Rocks sollte nun auffälliger werden, aber auch zu mehreren Oberteilen passen. Um Stoffberge nicht nur aufzutürmen, sondern auch tatsächlich mein Stofflager als Grundlage für meine Nähwerke heranzuziehen, habe ich mich für einen nicht elastischen Baumwollstoff als Oberstoff entschieden. Ein Stoff, den ich schon seit einiger Zeit immer wieder im Stoffregal hin und her geräumt habe, da er zu keinem Projekt so recht passen wollte. Ursprünglich habe ich ihn gekauft, um ein Kleid für K1 daraus zu nähen, das aber nie genäht worden ist, da K1 den Stoff aufgrund des grünen Grundtons schlichtweg ablehnte. Ich erspare mir an dieser Stelle betont zu erwähnen, dass der Stoff kaum für meinen Rock angeschnitten war, als er in der Gunst von K1 rasant von Flop zu Topp mutierte. 

Ja, der Rock ist bunt, aber das Schnittmuster kann es vertragen und ich fühle mich in dieser Version genauso gut wie in der ersten. Vorläufig habe ich mehrere unifarbene Oberteile zum Kombinieren. Ob hier ein auch Mix aus zwei Mustern funktionieren würde, kann ich noch nicht sagen, da ich es noch nicht ausprobiert habe. Aber vorerst reicht mir das Muster des Rocks, um meine Garderobe mit einem bunten Sprenkel zu durchziehen.








Weitere bunte Kleidung findet ihr nach dem Klick auf dem MeMadeBlog.





Mittwoch, 5. März 2014

Ottobre 34-012007

Ottobre 34-01/2007 oder schnöde das Heft zitierend "Bluse aus kleinkariertem Stoff" habe ich als Schnitt für meine Tochter gewählt. Zum einen kann ich damit gut Überbleibsel von anderen Nähprojekten abbauen und zum anderen benötigt der mittlerweile aussortierte und aufgeräumte Kleiderschrank von K1 Oberteile mit kurzen Ärmeln. 

Der Schnitt 
  • umfasst sechs Schnittteile
  • ist in den Größen 122-152 abgedruckt
  • benötigt 60-80 cm Stoff, 40-50 cm Einlage sowie Gummiband und sieben Knöpfe
  • macht Spaß beim Nähen
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